Interview mit Austria Wien Sporttherapeut Markus Stoyer

Faszination Faszientraining

Nächste Woche wird’s bei Tchibo wieder sportlich. Was mittlerweile bei unseren Trainingsbegleitern nicht mehr wegzudenken ist – die allseits beliebte Faszienrolle. Ich habe mich auf die Spuren der Faszination Faszientraining begeben und dazu mit Markus Stoyer, Sporttherapeut beim FK Austria Wien, gesprochen.

Spitzensportler verwenden Faszienrollen bereits seit Jahren vor und nach dem Training. Doch was genau passiert im Körper, wenn man die Faszienrolle benutzt?

Markus Stoyer, Sporttherapeut beim FK Austria WienMan verwendet die Rolle und das eigene Körpergewicht dazu um Druck auf schmerzende bzw. verhärtete Muskelgruppen auszuüben. Dabei werden vor allem empfindliche Bereiche wie Knoten oder Verhärtungen durch leichtes Pressen und Rollen massiert. Durch das ausstreichen werden vorhandene Verhärtungen gelöst und die ursprüngliche Länge des Muskels wiederhergestellt. Das Faszientraining hat so einige Vorteile, unter anderem gehören dazu:

  • eine verbesserte Gelenksbeweglichkeit, wenn es in Verbindung mit Dehnübungen durchgeführt wird,
  • es reduziert Muskelschmerzen und Gelenksbelastung,
  • hilft Knoten und Verhärtungen zu beseitigen und
  • erhöht die Funktion der Blutgefäße.

Gibt es beim Faszientraining auch ein Verletzungsrisiko? Wenn ja, wie kann es verhindert werden?

Das Verletzungsrisiko beim Faszientraining ist eigentlich gleich „0“. Es ist lediglich darauf zu achten nicht zu viel Druck auszuüben, da dadurch Blutergüsse bzw. kleine „Besenreiser“ entstehen können, welche wiederum auch zu Verklebungen in der Muskulatur führen können.

Der Hype rund um das Faszientraining scheint nicht abzubrechen und verspricht so einiges: es soll entspannen und gleichzeitig leistungsfähiger machen, außerdem sollen Rückenschmerzen und Orangenhaut verschwinden. Sind diese Versprechen realistisch?

Definitiv! Da es sehr gut mit Kräftigungs- bzw. Stabilisationsübungen kombiniert werden kann. Durch die Stützhaltung während der Übung wird die innere Muskulatur gestärkt und somit wird auch die gesamte Rumpfmuskulatur gekräftigt bzw. stabilisiert was auch zur Entlastung der Rückenmuskulatur führt.

Durch die Stützhaltung während der Übung wird die innere Muskulatur gestärkt.

Es eignet sich auch sehr gut als Unterstützung zur Verbesserung von Orangenhaut und Cellulite. Denn durch den während des Ausrollens ausgeübten Drucks, kommt es in der Muskulatur und im Bindegewebe zu einer Entwässerung sowie Abtransport von Giftstoffen und somit zu einer Verbesserung des Bindegewebes.

Durch den ausgeübten Druck kommt es in der Muskulatur und im Bindegewebe zu einer Entwässerung sowie Abtransport von Giftstoffen.

Würden Sie das Faszientraining jedem empfehlen, der hin und wieder Sport macht?

Da das Faszientraining von der Intensität, Druckstärke, Dauer und Häufigkeit komplett selbst gesteuert werden kann, ist es absolut jedem zu empfehlen. Da man schon durch 10-Minuten-Workouts 2-3 Mal pro Woche sehr gute Ergebnisse erzielen kann, ist es auch für Menschen mit wenig Zeit für Sport bestens geeignet.

  • Die aktuelle Sportkollektion ist jetzt schon vorab im Online-Shop und nächste Woche in unseren Filialen erhältlich.

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1 Kommentare zu „Faszination Faszientraining

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