Video: Herr Bohne entdeckt die Baumwollsiegel

Herr Bohne ist jetzt Modeschöpfer. Wir erinnern uns: Erst versuchte sich Herr Bohne als Kaffee-Farmer. Anfangs erfolglos, dann florierte sein Kaffee-Anbau in Brasilien. Zur Erholung flog Herr Bohne nach Hause und genoss den Wald – prompt handelte er sich Ärger mit der Forstwirtschaft ein. Und jetzt? Der vielseitig Begabte hat sich tatsächlich der Mode zugewandt. Sein erster Entwurf: ein trendiger Baumwoll-Pullover! Leider setzte Herr Bohne herkömmliche Baumwolle ein. Was dann geschah? Sehen Sie selbst.

Konventioneller Baumwollbaumwollanbau ist nicht immer gut für Mensch und Natur: So werden gegen Schädlinge teilweise unkontrolliert Pestizide eingesetzt. Darum gibt es Organisationen, die sich für nachhaltigen Baumwollanbau einsetzen.

So wie Cotton made in Africa, eine Initiative der Stiftung “Aid by Trade”. In Schulungen vermittelt „Cotton made in Africa“ afrikanischen Farmern effiziente und umweltschonende Anbaumethoden für Baumwolle, zum Beispiel das Prinzip des Fruchtwechsels. Mit diesem Wissen schützen Farmer die Umwelt, verbessern ihre Ernte und verdienen mehr Geld. Dieses können sie in die Gemeinde investieren oder ihre Kinder zur Schule schicken. Und so verbessern sich langfristig die Lebensbedingungen der afrikanischen Baumwollfarmer.

Beim Anbau von Bio-Baumwolle dreht sich alles um die Natur. Der Schutz der Umwelt beginnt schon beim Saatgut. Es muss rein natürlich sein und darf keine Gentechnik enthalten. Damit nicht genug: Der Bio-Baumwollanbau setzt auf natürliche Schädlingsbekämpfung für den Schutz der Pflanzen und nutzt ausschließlich natürliche Düngemittel, zum Beispiel Kuhdung. Mit dem Organic Content Standard wird dann sichergestellt, dass die Baumwolle in Pullovern auch wirklich aus ökologischer Landwirtschaft stammt.

Das Siegel des Global Organic Textile Standard – kurz GOTS – garantiert, dass die Baumwolle in Kleidungsstücken kontrolliert biologisch angebaut wurde. Darüber hinaus setzt der Standard bei der Weiterverarbeitung der Bio-Baumwolle auf Umwelt- und Sozialkriterien. Zum Beispiel dürfen während des Färbeprozesses keine schädlichen Chemikalien eingesetzt werden. Zu den sozialen Richtlinien zählt etwa die Einhaltung von geregelten Arbeitszeiten.

Übrigens: Tchibo verkauft Textilien, die aus umwelt- und sozialverträglicher Baumwolle hergestellt werden. Auch Herrn Bohne ist jetzt einiges klar geworden. Er wird bei seinen Produkten in Zukunft ganz auf zertifizierte Baumwolle setzen. Mit den entsprechenden Siegeln versehen, steht seinem kometenhaften Aufstieg in die internationale Topdesigner-Szene ganz sicher nichts im Wege.

 

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