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Bloggerin Karin von Project-You:

Ab in die Küche

Essen ist ein Thema, das ja quasi omnipräsent ist. Wir sind umgeben von Restaurants, Take-Away Läden, Fast-Food-Ketten, Werbung für Diäten. Lebensmittel sind immer und überall verfügbar. Und irgendwie weiß keiner mehr so richtig, wie er sich denn nun vernünftig ernähren soll. Keine Angst, das wird jetzt kein langer Vortrag mit erhobenem Zeigefinger gegen das eine oder für das andere. Es wird aber ein kleines Plädoyer für mehr Zeit in der Küche. Denn wer selbst kocht, der weiß, was er isst.

Was ist denn da drinnen?
Ganz ehrlich, wer weiß schon genau, was in dem Fertiggericht drinnen ist, das da grad in der Mikrowelle warm wird? Oder wer schaut schon ständig auf die Inhaltstoffe der Lebensmittel, die wir da im Supermarkt kaufen? Zucker im Aufstrich, Geschmacksverstärker in Saucen, und ist da überhaupt noch echtes Obst drinnen im Joghurt? Diese Fragen erübrigen sich, wenn man sich in die Küche stellt und sein Essen selbst zubereitet. Hier kommen ein paar Gründe, warum ihr unbedingt den Kochlöffel schwingen solltet.
1. Es ist gesünder
Frische Lebensmittel, direkt verarbeitet, brauchen keine Konservierungsmittel. Oder Emulgatoren. Oder sonstige Zusatzstoffe, die Produkte jahrelang haltbar machen sollen. Wer möglichst unverarbeitete Lebensmittel einkauft, kann fast nichts falsch machen. Je bunter desto besser. Und wenn es dann noch regional produziert und womöglich aus biologischem Anbau stammt, dann ist es perfekt.
2. Es schmeckt einfach besser
Deine Lieblingszutaten, dein Lieblingsrezept, dein Lieblingsgericht – das schmeckt natürlich besser, als wenn du Take Away nimmst. Da spielen auch ganz viele emotionalen Komponenten mit. Der Geruch, den wir aus Mamas Küche kannten, der Geschmack, den Omas Suppen hatten: Essen ist so viel mehr als nur Kalorienaufnahme. Und wer selbst kocht, lernt sowohl die Produkte als auch das Ergebnis umso mehr zu schätzen.
3. Es macht kreativ
Kochen sollte keine lästige Pflicht sein. Vielmehr kann es ein Hobby oder gemeinsames Ritual werden, bei dem wir unsere Kreativität einsetzen können. Klar, wer gerade erst anfängt selbst zu kochen, hält sich vorerst an Rezepte. Aber mit der Zeit kann man die Fantasie spielen lassen, neues probieren und Gerichte abwandeln. Wie ein Maler oder Musiker kann man beim Kochen neues erschaffen.
4. Es tut gut
Lebensmittelunverträglichkeiten haben unsere Gesellschaft fest im Griff. Wer bestimmte Lebensmittel nicht (so gut) verträgt, hat oft Probleme, mit Fertiggerichten bzw. mit dem Essen außer Haus. Wenn du selbst kochst, kann dir das nicht passieren. Denn du bestimmst, was reinkommt, und das ist nur das, was dir schmeckt und dir guttut.
5. Es verleiht uns Macht
Wer selbst kocht, will ja auch nur die besten Produkte dafür verwenden. Wir würden ja auch nie unser Auto absichtlich mit dem schlechtesten Treibstoff volltanken, also warum sollten wir das mit unserem Körper tun? Das verleiht uns Macht, denn mit unserem Kaufverhalten bestimmen wir, ob sich z.B. Bioprodukte durchsetzen, unverpackte Lebensmittel der Normalfall werden und welche Produkte bestehen bleiben oder aus den Regalen verschwinden.

Auch für unterwegs
Für viele ein Problem ist das Essen unterwegs. Ein langer Tag im Büro, eine Dienstreise, keine Zeit für eine ordentliche Mittagspause, da greift man schnell mal zu einem Snack aus der Schokoabteilung. Doch auch wenn man sich für die vermeintlich gesunden Müsliriegel im Regal entscheidet, ist da oft gar nichts Gesundes und Wertvolles drinnen. Und auch hier gilt: Selbermachen macht glücklich. Ich habe für euch in einfaches und super leckeres Rezept für Müsliriegel, die ihr schnell zu Hause vorbereiten und überall mitnehmen könnt.

Zutaten:
• 100 g Haferflocken
• 100 g Nüsse / Kerne / Samen (z.B. Haselnüsse, Mandeln, Walnüsse)
• 100 g Trockenobst (z.B. Cranberrys, Kirschen, Rosinen)
• 30 g Schokochips
• 30 g Peanutbutter
• 50 g Kokosöl
• 50 g Honig

Zubereitung:
1. Das Trockenobst und die Nüsse grob hacken. Nüsse in einer Pfanne kurz anrösten.
2. Kokosöl mit dem Honig verrühren, mit Peanutbutter vermischen.
3. Alle Zutaten miteinander gründlich vermischen.
4. Den Backofen auf 160°C vorheizen. Müslimischung in die Müsliformen füllen und ca. 20 bis 25 Minuten backen.
5. Aus dem Ofen nehmen und auskühlen lassen, danach noch für 20 Minuten in den Kühlschrank. Durch das Kühlen verbinden sich die Zutaten erst richtig.
Wenn ihr ein Backblech verwendet, dieses einfach mit Backpapier auslegen und Müslimischung verteilen. Nach dem Backen sofort Riegel in gewünschter Größe aus der Masse schneiden und diese mit etwas Abstand zueinander abkühlen lassen.
Auch bei dem Rezept gilt: werdet kreativ. Ihr nehmt lieber Margarine statt Kokosöl? Oder habt lieber Kokosraspel und Apfel statt Peanutbutter und Schoko? Einfach ausprobieren!
Lasst es euch schmecken und viel Spaß in der Küche!

Über Karin Kapatais, Project You

„MEIN HERZ SCHLÄGT FÜR SPORT UND KOMMUNIKATION“
Sich bewegen, stark sein und große Leistungen erbringen liegt in unserer Natur. Damit wir besser werden, müssen wir auch manchmal an unsere Grenzen gehen und unsere Komfortzone verlassen.
Nach einem Bandscheibenvorfall war klar, dass Sport der einzige Weg für eine schmerzfreie Zukunft sein wird. Aber erst nach meiner Schwangerschaft habe ich mit Bootcamp und CrossFit den richtigen Sport für mich entdeckt, mit dem auch die Liebe zur Bewegung und physischen Herausforderung gekommen ist. Als Trainerin, Vortragende und auf meinem Blog gebe ich meine Leidenschaft für Bewegung an andere weiter.

Karin Kapatais ist Dipl. Fitnesstrainerin, Crossfit Level 2 Trainer sowie Communication & Marketing Expertin mit 20 Jahren Erfahrung, und ist auch als Referentin, Speaker und Workshopleiterin tätig.
www.project-you.fitness

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