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Denim-Mode mit recycelter Baumwolle

Die Jeans, ein beliebter Allrounder, fehlt vermutlich in keinem Kleiderschrank. In der aktuellen Themenwelt HELLO EARTH ESSENTIALS sind viele recycelte Fasern (PET, Wolle, Kaschmir) und erstmals auch recycelte Baumwolle zu modernen Denim-Styles verarbeitet. Für Midi-Jeansrock, Mom-Jeans oder auch die Jeans mit ausgestelltem Bein wurde neben nachhaltiger Baumwolle auch recycelte Baumwolle verarbeitet.

Mom-Jeans aus 36% Lyocell (TENCEL™), 34% Bio-Baumwolle,
19% recyceltem Polyester, 10% recycelter Baumwolle und 1% Elasthan.

Aktuell gibt es nur wenige Produkte, die zu 100% aus recycelter Baumwolle bestehen. Grundsätzlich sind Altkleider als Rohstoff noch immer in der Aufbereitung die größte Herausforderung und somit nicht in großen Mengen verfügbar. In der Textilindustrie werden meist neue und aufbereitete Baumwollfasern gemischt – auch wir machen das so. Die Fasern werden durch den Recyclingprozess kürzer und haben eine unregelmäßigere Oberfläche, wie man sie vom „used look“ kennt: Durch das Zerkleinern werden die Fasern spröde. Das wichtigste: man sieht und fühlt keinen Unterschied zwischen neuer und recycelter Baumwolle. Neben den angenehmen Trageeigenschaften überzeugt Baumwolle als nachwachsender, wiederverwertbarer und zu 100 % abbaubarer Rohstoff. Allerdings ist ihr Anbau sehr ressourcenintensiv: Baumwolle braucht viel Land, Wasser und einen hohen Einsatz von Pestiziden. Neben dem größtmöglichen Einsatz von ressourcenschonender Bio-Baumwolle (derzeit stehen wir bei 98 %) ist für Tchibo daher die Verwendung von recycelter Baumwolle eine weitere und neue Möglichkeit, um nachhaltigere Produkte anzubieten.

Midi-Jeansrock mit 72% Baumwolle (Cotton made in Africa),
20% recycelter Baumwolle, 6% Elastomultiester, 2% Elasthan.
Jeans mit weitem Bein mit 80% Baumwolle (Cotton made in Africa) und 20% recycelter Baumwolle.

Der Recyclingprozess

Für das Recycling eignen sich vor allem Stoffe aus 100 % Baumwolle. Um Stoffreste (sogenannte Pre-Consumer-Ware) und Alttextilien (sogenannte Post-Consumer-Ware) wiederzuverwerten, werden die Textilien nach Farben sortiert, gereinigt und anschließend in möglichst kleine Fasern zerteilt. Diese Fasern werden dann zu neuem Garn versponnen. Wir setzen dabei auf zertifizierte Garne, um die Herkunft des Rohstoffs zu kontrollieren. Als Teil der Bekleidungsindustrie ist es unser Ziel, unsere Produkte kreislauffähiger zu gestalten – und dieser Weg geht auch über Recycling. Dies spart Wasser, Pestizide, Rohstoffe, Abfall und Energie. Auch der Recyclingprozess an sich braucht Ressourcen. Idealerweise sollten Kleidungsstücke daher so lange wie möglich getragen und alternativ upcycelt werden.

Spannende Artikel dazu lesen Sie bei uns am Blog: Die Textilbranche braucht Transformation, Re-Use bei Textilien und Möglichkeiten der sinnvollen Weiterverwendung über die RepaNet Plattform sachspenden.at.

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