Alle Artikel

Vom Aufgießen, Wacheln und Wedeln

Richtig saunieren

Bei meinem letzten Saunagang ging`s recht international zu. Wir saßen im schönen Leogang in einer Sauna mit Dänen und Deutschen. Und da ist mir aufgefallen, auch in Bezug auf die Saunakunde gilt, andere Länder, andere Sitten. Die Deutschen und Dänen wollten keine Zeit mit dem Aufguss verlieren, kaum reingegangen und freundlich gegrüßt, wollten sie schon loslegen. Und wir Österreicher ganz entsetzt: „Jetzt schon? Wir haben ja noch garnicht angeschwitzt!“ Bei uns nennt man das ganz offiziell die Aufwärmphase.

Und dann haben wir mal übernommen: eine Einführung, wie – in unserem Fall – Wiener saunieren.

Beim Saunieren geht`s ums Schwitzen. Daher ist alles zu vermeiden, was das hemmt wie bspw. ohne vorherige warme Dusche reinzugehen, sich nach dem Duschen nicht abgetrocknet zu haben oder gar richtig ausgefroren zu sein. Es dauert sonst einfach zu lange bis man richtig warm läuft. Die Dusche vorarb erfüllt nebenbei auch hygienische Faktoren.

Da wären wir auch schon beim nächsten Punkt angelangt: Hygiene. Falls sich jemand die Frage stellt, ob mit Badegewand oder ohne – die Antwort lautet ohne! Auch die Badeschlapfen lässt man draußen stehen, einmal wegen der Ausdünstungen bei Hitze und weil sie schlichtweg Stolperfallen sind. Mitgenommen wird nur ein Handtuch, das man sich unterlegt. Für die g`schamigen gibt es auch Saunakilts, der Effekt des Schwitzens ist ohne jedoch besser.

Ein Saunagang ist Entspannung pur, stärkt das Immunsystem und erzeugt eine wohlige Wärme.

Dann sitzt man also in der Sauna (je weiter oben, umso heißer sei noch erwähnt) und heizt sich mal ordentlich auf. Das ist die Aufwärmphase. Und erst dann, liebe Nachbarn, kommt der Aufguss, eine Abwechslung zwischen Übergießen der heißen Steine mit Wasser (gerne mit Essenzen versetzt) und ausgiebigem „Wacheln“ des Handtuchs. Denn wenn das Wasser auf die Steine trifft entweicht Dampf, der nach oben steigt, und anschließend in der Sauna gleichmäßig verteilt werden soll. Das wiederum kann man auf verschiedene Arten machen, so wie ein Propeller also Wedeln oder direktes Zuwacheln in Richtung der Mitsaunierer. Spätestens dann stehen die Schweißperlen auf der Stirn. Der Aufguss verstärkt also das Hitzeerlebnis. Ist während der Aufgusszeremonie Schweigen angesagt, darf anschließend ein Dank oder Applaus an den Aufgießer nicht fehlen. Hat er doch unter den schweren Bedingungen harte Arbeit geleistet. Wer macht den Aufguss? Das kann der Saunameister sein oder der, der in der Sauna als erstes fragt (wer es nicht übernehmen möchte, muss es also aussitzen). Und nach dem Aufguss geht es in die frische Luft, zum kalten Abduschen oder für die besonders hart gesottenen ins Kältebecken. Das ist die Abkühl- oder Ruhephase. Anschließend geht’s von vorne los.

 

Nun gibt es zwei Möglichkeiten: entweder sich eine kleine Auszeit gönnen und auf Wellnessurlaub fahren oder den Wunsch einer privaten Sauna mit Tchibo zu verwirklichen.

Mit Designsaunen wie dieser von WEKA kann man sich zuhause einen Wellnesstempel schaffen. Auf www.tchibo.at/sauna gibt es noch mehr Auswahl.

Diesen Artikel weiterempfehlen

Hier kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.