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Wasserkefir – das probiotische Lebenselixier

Wer den Trend der letzten Jahre zu Einmachen, Ansetzen und Fermentieren verfolgt hat, ist vielleicht schon über das gehypte Trendgetränk Wasserkefir gestolpert. Ich habe vor ein paar Wochen zum ersten Mal davon gehört, als ich nichtsahnend das Einmachglas im Büro meiner Controlling-Kollegin entdeckt habe. Theresa Haidvogl springt mit ihrem Rezept aber nicht auf einen Trend auf, sondern hat es von ihrer Großmutter, die in der Nachkriegszeit begonnen hat den Kefir anzusetzen und seitdem täglich ein Glas trinkt. Wie es sich für eine gute Enkelin gehört, trinkt Theresa seit ihrer Kindheit ebenfalls das Getränk der Hundertjährigen, wie Wasserkefir auch genannt wird.

Aber – first things first – bevor wir hier das Familienrezept verraten, was ist Kefir eigentlich? Die Wasserkefir-Kultur besteht aus Kefirkristallen, die zahlreiche gesundheitsförderliche Mikroorganismen wie Bakterien, Bazillen, Hefe und Streptokokken, zusammengefasst unter dem Begriff „Probiotika“, enthalten. Bei Zimmertemperatur vermehren sich die Kefirkristalle schnell und produzieren dabei ein köstliches, süß-saures Getränk.

Was ihr für den Wasserkefir braucht:

Equipment:

  • Einmachglas
  • Kunststoffsieb
  • Kunststofftrichter

Zutaten:

  • 750 ml Wasser
  • 30 g Wasserkefirkristalle
  • 60 g Zucker (Vollrohrzucker, Rohrzucker)
  • 30 g Trockenfrüchte ungeschwefelte Feigen, Rosinen, Pfirsiche, Cranberries
  • 1-3 Scheiben Zitronen unbehandelt

Anleitung:

  • Löse den Zucker in Wasser auf. Falls Dir das zu lange dauert, kannst Du den Zucker auch in etwas kochendem Wasser auflösen. Das restliche kalte Wasser zu dem Zuckerwasser hinzugeben, bis Du auf 750 ml kommst. Durch das vorherige Auflösen des Zuckers und dem Nachgießen von kaltem Wasser hat das Wasser automatisch Zimmertemperatur (Dies ist ideal für die Wasserkefir-Kultur).
  • Gib nun die Wasserkefirkristalle und das Zuckerwasser in das Einmachglas.
  • Füge als Nächstes die ungeschwefelten Trockenfrüchte hinzu. Die Trockenfrüchte dienen vorwiegend als Stickstoff-Quelle für die Wasserkefir Bestandteile. Je nach Sorte unterscheidet sich auch der Geschmack des fertigen Wasserkefirs. Feigen, Aprikosen, Datteln und Rosinen sind besonders gut geeignet. Mit etwas Übung kannst Du auch frische Früchte wie z.B. Pfirsiche, Marillen oder Beeren verwenden.
  • Benutze zum Ansäuern unbehandelte Zitronenscheiben. Auch frisch gepresster Zitronensaft kann verwendet werden. Hauptsache, Du fügst Säure hinzu, um das Getränk vor fremden Keimen zu schützen.
  • Verschließe nun das Gärgefäß. ACHTUNG – das Gefäß nur leicht zu schrauben. Die entstehende Kohlensäure muss entweichen können!
  • An einem warmen Ort bei Zimmertemperatur für 1-3 Tage stehen lassen. Entlüfte den Wasserkefir alle 24 Stunden bei warmen Außentemperaturen.
  • Fülle das fertige Getränk mithilfe eines Siebes um. Trockenfrüchte und Zitronenscheiben bitte entfernen und die Kefirkristalle vorsichtig unter kaltem Wasser abbrausen.
  • Das Gärglas und alle anderen Utensilien gründlich reinigen.
  • Jetzt kannst Du wieder bei Punkt 1 anfangen und neuen Wasserkefir quasi in Dauerschleife herstellen.

Viel Freude beim Ausprobieren!

Und wer noch auf der Suche nach dem richtigen Equipment ist, wird hier fündig.

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